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bei Krause & Müller

Projekte bei Krause & Müller


 

Motorschaden Volkswagen T4 2,5l Benzin

Projekt:

In diesem Projekt geht es um eine Reparatur an einem Motor eines Volkswagen T4 mit dem Motorkennbuchstaben ACU.


Problem:

Unser Kunde hatte nach einer längeren Autobahnfahrt starke Rauchentwicklung aus dem Auspuff, einen unrunden Leerlauf, zu wenig Kühlwasser und Leistungsprobleme.


Fehlersuche:

Nach einem Standardcheck wie das Zündkerzenbild, ein Kompressionstest aller Zylinder und die Druckverlustprüfung haben wir ein grobes Bild vom Zustand des Motors erhalten. Der Kompressionstest hat aus Zylinder 4 und 5 einen gleichmäßig schlechten Wert (8bar anstatt 10 bis 13 bar) ergeben. Nach anschließender Druckverlustprüfung haben wir einen Druckabfall auf dem 4.Zylinder von 60% gemessen. Da auch im Behälter für Kühlwasser Blasen aufstiegen, sind wir mindestens von einer defekten Zylinderkopfdichtung ausgegangen.

Weiter ging es mit Ursachenforschung nach demontiertem Zylinderkopf.

Die Zylinderkopfdichtung hat im Bereich des 4. und 5. Zylinder nicht abgedichtet. Dadurch ergaben sich die gleichen Kompressionswerte beider Zylinder. Doch bei etwas näherer Betrachtung war das Schadensbild noch lange nicht komplett. Die Honung aller Zylinder sind durch die Kolben stark beschädigt. Nachdem wir die Ein.- und Auslassventile demontiert hatten wiesen auch diese teilweise schlechte Abdichtungen an den Ventilsitzen auf. Da auf Zylinder 5 der Kolben an der Kolbenkante eine defekte Stelle hatte, haben wir uns dazu entschlossen alle Kolben zu demontieren um ein Komplettbild des Motors zu erhalten. Alle Kolben weisen starke Verschleißspuren auf. Verstopfte Ölablaufbohrungen, festsitzende Kolbenringe, starke Schleifspuren am Kolbenschaft als auch 2 defekte Kolben haben dem Kurbeltrieb stark zugesetzt.


Instandsetzung:

Durch so viele defekte Bauteile des Motors macht eine Instandsetzung wirtschaftlich nur mit einem revidierten Motor Sinn. 

Nachdem das revidierte Kurbelgehäuse und der revidierte Zylinderkopf montiert geliefert wurden, haben wir den kompletten Motor mit Getriebe aus dem Fahrzeug ausgebaut. Alle Anbauteile wie unter anderem Lichtmaschine, Ansaugbrücke, Abgaskrümmer, Zündung, diverse Sensoren, Wasserstutzen als auch das Getriebe wurden umgebaut.

Nachdem das komplette Aggregat mittels Motorkran in das Fahrzeug montiert wurde, alle Wasserschläuche aufgesteckt, die Antriebswellen verschraubt, Schaltgestänge verbunden als auch alle elektrischen Verbindungen hergestellt wurden um nur die wichtigsten Arbeiten zu nennen wurde natürlich die komplette Fahrzeugfront montiert. Eine absolute Pflicht ist natürlich das Erneuern des Motoröls, der Kühlflüssigkeit des Motors, Einstellen der Zündung als auch löschen des Fehlerspeichers und zurückstellen der Lernwerte des Motors.

Nun endlich, bevor der Motor wirklich gestartet wird, haben wir die Zündung abgeklemmt um den Motor mittels Anlasser frei drehen zu lassen. Dadurch wird im kompletten Motor der Öldruck aufgebaut und an alle wichtigen Stellen gefördert. Wird diese Prozedur nicht eingehalten kann dies zu Lagerschäden an Kurbelwelle und Nockenwelle führen.

Kurz noch einmal den Ölstand checken, die Zündung anklemmen und der Motor wurde gestartet. Nach Probelauf in der Werkstatt mit unterschiedlichen Drehzahlen wurden alle Instrumente und Bauteile am Motor geprüft. Anschließend haben wir eine große Probefahrt durchgeführt um mit ruhigen Gewissen dem Kunden das Fahrzeug zu übergeben.